TOP Ö 3: Bebauungsplan Kalmenhof 1. Änderung - Einleitung der Offenlage

Bemerkungen:

Herr Prof. Uhle veranschaulicht die mögliche bauliche Entwicklung der „Direktorenwiese“. Unter dem Aspekt des Urteils des Verwaltungsgerichtshofes zum derzeitigen Bebauungsplan erläutert er die unterschiedlichen Nutzungsvarianten entsprechenden Lösungsansätze und leitet den Entwurf „Großer Würfel“ als hinreichend begründete Abwägung zwischen den kollidierenden Interessen her. Herr Prof. Uhle erläutert anschließend die vorgesehen Änderungen im Bebauungsplan.

Auf Nachfrage des Stadtverordneten Garkisch legt Herr Prof. Uhle da, dass eine Verschiebung des Baukörpers an den Veitenmühlweg städtebaulich vertretbar ist, aber die Solitäransicht des Hauptgebäudes stört. Er führt fort, dass ein am Wörsbach liegender Baukörper die Ansicht des Hauptgebäudes nicht stört und weist darauf hin, dass sämtliche bestehenden Baukörper in der Fläche als Solitäre angelegt sind.

In Redebeiträgen sehen die Stadtverordneten Urban, Richter und Baasch eine Festlegung auf den Entwurf „Großer Würfel“ kritisch bzw. verfrüht, da seitens der Vitos Kalmenhof gGmbH keine Informationen zur Nutzung des Baukörpers vorliegen und ggf. der Entwurf „Kleiner Würfel“ für das von Vitos geplante Projekt bereits ausreichend sein könnte. Sie schlagen eine Kontaktaufnahme mit Vitos vor und nötigenfalls eine erneute Verlängerung der Veränderungssperre.

Stadtverordneter Dernbecher weist darauf hin, dass das vorliegende Gerichtsurteil bei der Änderung des Bebauungsplanes beachtet werden sollte. Er geht davon aus, dass auch Vitos Entscheidungen verstärkt unter wirtschaftlichen Aspekten treffen muss und daher einen möglichst großen Baukörper in die Planungen einbringen möchte.

Aus den Diskussionsbeiträgen ergeht der Vorschlag, dass die Drucksache-Nr. 127/2012 in die nächste Sitzungsrunde nach der Sommerpause geschoben wird.

1.         Der Bau- und Planungsausschuss bittet den Magistrat in Verhandlungen mit der Vitos Kalmenhof gGmbH zu treten, mit dem Ziel zu klären, ob der Entwurf „Kleiner Würfel“ den Entwicklungswünschen der Vitos entspricht. In der nächsten Sitzungsrunde wird den Stadtverordneten ein Bericht vorgelegt.

2.         Nötigenfalls ist die Veränderungssperre für diesen Bereich nochmals um ein Jahr zu verlängern.

Es herrscht Einvernehmen so zu verfahren.